Die letzte Yogastunde vor dem Quantensprung.

Die andere Seite des Mondes ist.

Eine Ausstellung über Frauen wie Hannah Höch, Claude Cahun, Dora Maar, Sophie Arp, Sonia Dellaunay…

[ (20.10.2011 – 05.02.2012 Im K 20, Düsseldorf) wer kennt diese Frauen?
Festzustellen bleibt: kaum jemand kennt sie (Ich gestehe, ich zähle dazu), es ist nur wenig über sie zu finden, in der einschlägigen Literatur. Warum nicht? Wer hat sie bislang versteckt oder nur in bestimmten Sparten sichtbar gemacht, die anderen verborgen blieben? Wer hat dafür gesorgt, dass man(n) sie nicht kennt? Wer hat dafür gesorgt, dass sie nur im Zusammenhang mit Männern wie Picasso, Arp, Dellaunay zu finden sind?

Ein anderes Beispiel: Es gab eine Zeit, da habe ich mich in Buchhandlungen umgesehen und nach Lyrikerinnen gesucht. Auch nach Lyrikerinnen der Gegenwart. Ich fand in erster Linie Männer und vor allen Dingen keine Frauen der Avantgarde. Später habe ich mich anderen Themen zugewandt…Noch heute bleiben mir die Lyrikerinnen verborgen.]

Zeitungspapierschnipsel finden ihren Weg auf graue Pappe. Unspektakulär fliegen sie zunächst zurück. Später kleben sie an festen Stellen. Farben tauchen auf und wiederholen sich, tauchen ab.
Dann werden sie eine Geschichte. Die Farben reihen sich aneinander, Bilder entstehen, Worte fallen.
Eine Nähe entsteht – eine Nähe zum Bilderbuch entsteht.
Das Bilderbuch erzählt die Geschichten auch auf ganz ähnliche Weise. DADA.
Das Buch für wache Kinder und erwachende große Leute.

Das Zeichnen sollten Sie aber beherrschen.

Die Geschichte von den Bildern ist dann vielleicht wahr.

 

Rosas Bartók ist.

Ein Mann und eine Frau tanzen über eine Bühne.
Zwei Flügel im Hintergrund Musik. Es riecht nach Kernseife. Der Geruch ist irritierend. Aber der Ort war schließlich jahrzehntelang Kernseifenland. Bühne jetzt. Das macht der Raum ganz gut. Das macht den Raum ganz gut.

Aufregender Tanz von zwei Menschen unaufgeregt getanzt. Abstoßend und anziehend. Verschiedene Wege gehend und verschoben worden können sie sich niemals lassen. Sie ziehen sich magnetisch an, sie kleben fest aneinander, sie fliegen auseinander. Magnetismus, Gravität. Mikrokosmos.
Eine Geschichte über ein normales Paar. Liebe und Hass.

Dissonante Musik ist.

Zwei Männer sitzen an Steinway-Flügeln. Das ist sicher etwas ganz Besonderes. Sie sitzen dort, in angespannter Haltung, Anzüge angezogen auf ein Notenblatt blickend. Zwei berockte Mädchen helfen ihnen beim Umblättern. Ich verstehe sie nicht aber ich höre sie sehr wohl.  Meine Ohren hören sie. Sie hören Klänge. Mein Gehirn schaltet sich aus dabei.
Die Klänge können meine Hörgewohnheiten nicht erreichen. Die Musik kann meine Seele nicht erreichen.
Das heißt NICHTS. Wohlweislich fehlt mir der Intellekt und die Begabung es zu begreifen. Das macht NICHTS.

Ich erinnere Hape Kerkeling und das Hurz. Auch ein Weg.
Wie (er)kennt man die Wahrheit in der Kunst?

Cello ist.

Vier Frauen tanzen. Mädchenhaft turntanzen sie um die Wette.
Eine ist steif, eine ist schlaksig, eine ist geistreich und eine besteht nur aus Tanz, ist reif.
Sie freuen sich an ihren Bewegungen und lächeln zuweilen inszeniert. Es riecht nach wie vor nach Kernseife. Vier wundersame Tänzerinnen fliegen zu Streichmusik. Ohne Landung.

Applaus.

 


Die letzte Yogastunde vor dem Quantensprung ist.

Der Sonnengruß.  सूर्यनमस्कार. Ehre sei dir, Sonne.
Sei in Einzelteile zerlegt als Hilfe beim Loslassen.

Wir üben das noch. Die Kobra. Der Hund. Die Vorbeuge. Der Schulterstand später dann auch. Der Kopfstand vielleicht einmal.
Wie dem auch sei, heute lösen sich die Asanas auf und in diesem besonderen Fall möglicherweise Wassereinlagerungen im Fersenbereich aus.

Dies wiederum führt zu einer massiven Entzündung des Fußes/der Füße, was wiederum dazu führt, dass das Gehen eingeschränkt ist/sein könnte.

Die Fortbewegung wird zur Qual und zwangsläufig unterlassen. Stillstand.

Geduld ist gefragt – räuchern. Mit Beifuß.

Derweil…

 

Zaches genannt Zinnober und der Rat Krespel ist.

Eine Erzählung von…

E.T.A. Hoffmann nimmt den Leser an die Hand und führt ihn, ohne dass er es wollte, in ein anderes Land, in dem die Psyche regiert.

Dort sind wir in der Lage uns auszutoben.

Das wird ein Fest. Das wird Freud gefallen haben. Vor allem beim Auffüllen von Schubladen.
Bei Hoffmann ist für jeden was dabei.

Der böse Zaches, armes Kind. Von der Natur vergessen pah und trotzdem rattenscharf hinter dem Erfolg der Anderen her. Tststs
Winselnder böser Bursche. Habe Mitleid mit ihm.

Genau wie mit dem Rath Krespel der die Stimme Antoniens gestohlen hat und sie in die Geige einsperrte und der die Geige dann spielte für den Tod in den Lüften, da liegt man nicht eng.

Schriller Rath, böser Rat. Beeindruckend durch seinen Freigeist, denn er schlägt seine Fenster in das Haus. Einfach dort, wo sie ihm grade eben gefallen. Konsequent.

Hauptsache es werde Licht bevor dann der Sandmann kommt.

 

Melancholia ist.

Auch so eine Sache.

Ein Planet XYZ der sich auf die Erde zubewegt. Oder vielleicht auch an ihr vorbei bewegt er sich?
Da wird man traurig. Da neigt man das Haupt zur Brust. Da schwinden die Sinne und die Fantasie.

Melancholisch kann ja auch schön sein. Die zahlreichen Ebenen, die dieser Film bedient mögen oberflächlich anmuten aber vielleicht darum ist er so faszinierend, dass man am Ende denkt, Jupiter kommt näch(s)tens auf uns zu.

Schaut mal in den Nachthimmel. Was ist das da hinten für ein heller Stern äh Planet
oder?
Immerhin wurde ein paar Lichtjahre entfernt ein neuer Planet geboren, sagt man(n).

 

SkipBo ist.

Ein Synonym für das SPIELEN an und für sich analog dem Finanzcrash oder dem materialistischen Weltbild oder wie immer man es besingen mag.

Merke: Es ist [„nicht“] wichtig dem nächsten Spieler in die Karten zu schauen. Es ist [„nicht“] notwendig gegeneinander zu spielen und andere Mitspieler auszutricksen.

Der Fokus auf den nächsten Spieler beschleunigt [verlangsamt]das eigene Spiel.

Der eigene Vorteil und Wohlstand ist [„nicht“] das wonach wir streben.

Eine moderne Variante wäre es vielleicht, wir versuchen es mal gemeinsam².

Aber das ist wahrscheinlich zu kompliziert.

 

Sapere aude! Wage zu wissen.

Am Morgen.

Das Licht der  Sonne bahnt sich seinen Weg durch die losen Lücken des Rollos.
Sonnenstrahlen in Lichtgeschwindigkeiten drängen in mein Schlafzimmer. Rot.

Im Bruchteil eines Moments werden mir Staubkörner gewahr.
Langsam im Wahn des Erwachens erscheinen mir sichtbare Partikel von Etwas, das im Allgemeinen von Dunkelheit oder Schatten versteckt wurde.

[„Das Erwachen ist ein Fallschirmsprung aus dem Traum.“ Tomas Tranströmer]

Wann, außer im Frühling und im Herbst bei starkem Sonneneinfall sehen wir diese Staubkörner in der Luft?

[„Die Dinge flammen auf.“ Tomas Tranströmer]

http://www.klavierunterricht-wiesbaden.de/midi/bach_praeludium_cdur.mid

Ich erwache allmählich und sehe.
Sternenstaub schwebt in meinem Raum.
Sternenstaub sind die Teilchen, die der Schatten verbarg. Sie werden sichtbar, für einen Sekundenbruchteil und verschwinden sogleich. Wohl weiß ich
nun es gibt sie doch.
Das Licht gibt Schlüssellöcher auf  Vorgänge im Schatten.
Doch unsere Augen täuschen uns,
ihre Gewohnheiten sehend.
Augen übersehen gern – sie brauchen das Licht.
Das Licht ist ihre Wahrheit.

Aber ist es die Wahrheit?

Wenn die Lichtpartikel in den Schatten entschwinden, dem  Auge entwischen,  sind sie nicht zu sehen. Auch nicht an Regentagen, wie diesem.

Aber sie sind doch da. Sternenstaub ist Allgegenwärtig.

Was, von dem, was unsere Augen sehen, unsere Ohren hören, ist die Wahrheit?
Was, von dem, was wir behaupten, haben wir mit eigenen Augen gesehen, mit eigenen Ohren gehört?
Wie vieles davon behaupten wir, weil wir es vom HÖRENSAGEN wissen?
Wie vieles davon geben wir weiter, weil wir es erlernten, weil sie es uns vermittelt haben?
Wer sind SIE?

Zurück zu dem Morgen. Neben mir das gleichmäßige und ruhige Atmen des schlafenden Menschen. Der beruhigte Schlaf –  hin und wieder durch einen aufwühlenden Traum geläutert.

Ist der Traum vorbei, atmet es ihn ruhig. Das Licht erreicht den Schlafenden nicht.

Die Welt des Traumes ist an anderen Orten. Weit weg vom Sternenstaub, der durch die losen Lücken des Rollos drängt.

Kleinste Teilchen schweben auf den Schlafenden hernieder.
Unbemerktes Licht ohne Zugang zur Traumwelt.

[„In den ersten Stunden des Tages kann das Bewußtsein die Welt umfassen,
wie die Hand einen sonnenwarmen Stein ergreift.
Der Reisende steht unter dem Baum:Wird,
nach dem Sturz durch den Wirbel des Todes,
ein großes Licht sich entfalten über seinem Kopf?“ Tomas Tranströmer]

Wir leben im Schatten und sehen nur hin und wieder das Licht.
Doch – was ist das  Licht?
Wer erklärt lichte Wahrheiten und wo ist das Licht?

 

 

Ideen gedacht…


Der Tzolkin Kalender der Maya erklärt uns, das die irdische Schöpfungsgeschichte bald endet.

Das Datum haben Menschen in diesen Zeiten auf den 28.10.2011 angesetzt.

8 Tage noch. 8 Tage Schöpfung noch. Noch 8 Tage.

Es wird nicht viel geschehen, sagen die einen.
Eine energetische Veränderung wird uns wiederfahren, sagen die anderen.
Die Aktivitäten der Sonne nehmen zu, hören wir. Sehen wir?
Wir sehen Bilder der Sonne,
wir können aufgezeichnete Bilder sehen,
wir können nachlesen und Filme betrachten.
Aber – wo liegt die Wahrheit – wo liegt das Licht?

Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen?

Es wird behauptet, dass nachgewiesenermaßen die Flugzeugangriffe auf das WTC im September 2001 filmische Irreführungen waren. Man kann auch nachsehen, wie. Man kann es auch nachlesen.
[Was kann ich wissen?]

Es wird behauptet, im Flughafen von Denver werden Bilder vom Untergang der Erde gezeigt, um auf eine neue Weltordnung hinzuweisen, die Geheimbünde und Politiker entstehen lassen werden.
Es gibt Bilder dazu.
[Was kann ich wissen?]

Es wird gesagt, wir werden seit vielen Jahren mit Chemtrails aus der Luft begossen unter dem Vorwand das Klima zu schützen. Anwälte ziehen dagegen vor Gericht. Wir können das sehen, wir können darüber lesen.
[Was kann ich wissen?]

Wo liegt die Wahrheit – wo liegt das Licht?

In den Kinos laufen Filme, die Geschichten erzählen vom Untergang der Menschheit.
Sie erzählen viele Geschichten – sie erzählen die Geschichten auf  die verschiedensten Arten.
Die Kunst ist frei.
[Was kann ich wissen?]

In den Geschichten werden ferne Planeten besiedelt oder aber Planeten kollidieren mit der Erde.
Die Sonne verbrennt die Erde – es wird hell – doch das Licht bleibt aus.
Pandemien breiten sich auf unserem Planeten aus.
Wirtschaftskrisen sind künstlich erschaffen und lassen die Systeme zusammenbrechen.

Wo liegt die Wahrheit hinter den Geschichten?
Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen?

Wir spielen mit unseren Ängsten.
Wir vermitteln uns glaubhaft, dass die Sonne über kurz oder länger nicht mehr die uns am Leben erhaltende Kraft bleibt, sondern zum alles verzehrenden Feind wird.

Durchaus vorstellbar. Nachweisbar. Wir können uns Bilder ansehen. Wir können Geschichten hören. Wir können darüber lesen.

Wo liegt aber die Wahrheit hinter den Bildern, hinter den vielen Geschichten?
[Was ist der Mensch?]

Glauben und Intuition geraten durcheinander, wir verwirren uns, verirren uns, irren wir uns gar?
Wir suchen nach unserer Mitte doch unsere Augen verlieren die Bezugspunkte.

Es gibt weitere Geschichten und Bilder von

Demonstrationen und Finanzweltzusammenbrüchen.
Angst und Not.
Kriegen und Ölpesten.
Gefangenen Nobelpreisträgern und pädophilen Familienvätern.
Hungersnöten und  der Ausbeutung der Erde.
Wirtschaftsmächten und Schuldenkrisen.
Schulreformen.
Parteien.
Gefahren. Ängsten.
Dauerbeschuss.

Wo liegt aber die Wahrheit?
Wo liegt der Ruhepol?
Wo finden wir die gute Nachricht?

[Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch?]

Immer schon fanden die Menschen ihre Weisheiten in den Sternen.
Sie fanden Geschichten von Licht und Schatten – von Leben und Tod – von Toren und Mauern – von Hitze und Kälte.
Sie hatten Fantasien von anderen, fernen Welten.
Alle Erkenntnis gelangt zu uns durch das Universum und

alle Erkenntnis ist gleichfalls nichtig im Angesicht des Endes.

Alles Sinnen nach Wahrheit, alles Laufen nach Erkenntnis könnte nichtig sein vor dem Hintergrund eines Ereignisses das unser Handeln und Streben nichtig macht, mit einem Schlag. Könnte.
[Was kann ich wissen – bei aller Vernunft – wo liegt die Wahrheit? Was ist das Licht? Was kann ich tun – in der Vernunft – was darf ich hoffen? Was ist der Mensch???]

Das Universum expandiert ins Unendliche.

Aufregungen oder das menschliche Prinzip

wie es mir kürzlich vorkam, unterliegt einem Denkfehler, dachte ich.

Im Grunde aber hat nichts in der Schöpfung einen Fehler, denn alles basiert auf einer gewissen Logik oder einem Ursache-Wirkungs-Prinzip. Immerhin ist alles miteinander verbunden, so dass nichts geschehen kann, ohne das es vorher schon durch etwas anderes (sei es eine bewusste Handlung oder ein „vermeintlich“ unbewusstes Geschehnis) auf den Weg gebracht wurde.

An welcher Stelle also hat sich der Fehler eingeschlichen oder  ist er in der Schwäche des menschlichen Geistes begründet?

Wieso also, frage ich mich, sind viele Menschen im Umgang mit Diversität so verstiegen?
Warum beharren Menschen so sehr auf dem, was sie für das allein Richtige halten?

Glaubenssätze entstehen durch Erfahrungen und Rückschlüsse, die sich in Form von Lernen manifestieren. Es sind Erfahrungen, die in einer bestimmten Situation von einer bestimmten Person gemacht wurden. Aber können wir immer davon ausgehen, das der Rückschluss, den wir aus dieser jeweiligen Erfahrung gezogen haben, der Richtige war?

Wir können es nicht. Die Erfahrung ist individuell. Es hätte durchaus auch anders ausgehen können. Die Wahrscheinlichkeit begründet noch nicht die Wahrheit.

Wie also kann ich einen Schluss, ja gar einen Glaubenssatz aus einer Erfahrung ziehen und erwarten, dass andere mir und diesem Glaubenssatz folgen?

Ich kann es nicht. Und was wichtiger ist, ich kann den anderen nicht vorhalten, das sie mir nicht folgen.

Es geht also nach wie vor nicht um das große und ganze Bild, sondern nur um die Rechtfertigung einzelner, verinnerlichter Ansichten und individueller Erkenntnisse.

Glaubenssätze also, die über die Erfahrungswirklichkeit des Einzelnen Einzug in das Denken und Handeln der Mehrheit genommen haben und so zu einem Kanon geworden sind.

Dies ist noch nichts Besonderes und wir alle leben und erleben es alltäglich.

Wenn wir aber auf einer einzelnen Ansicht, einem Blick, einer Wahrheit zu einer bestimmten Sache beharren, so sieht die Sache schon wieder ganz anders aus.

Wo bleibt in diesem Zusammenhang der Freiraum für kreative Entwicklung innerhalb des Denkens, wo bleibt die Inspiration?

Wir haften nach wie vor inneren Glaubenssätzen an und kämpfen mit blinder Vehemenz an deren Umsetzung und an der Überzeugung oder Missionierung anderer Individuen. Blind für deren kreative Entwicklung, die bestenfalls diverse weitere Möglichkeiten zulässt.

Wirklich von Erfolg gekrönt sind die Freigeister ihrer jeweiligen Zeit. Dogmen, wie sie mir in der letzten Zeit vermehrt begegnen sind ein Grund dafür, warum so viele Ideen leider in ihrer Zeit ersterben müssen.

Der Dogmatismus

Wie kann ich mich mit etwas identifizieren, das ich nicht bin, wenn ich doch alles bin oder einfacher ausgedrückt, wenn doch alles verbunden ist und demnach alles „Eins“ ist?


Wenn ich mich vom Beginn meines Erdenlebens an nicht mit dem identifizieren kann, was ich bin, was für mich zutrifft, bin ich … zum Beispiel ein angstvoller Mensch. Das Ich ist mir fremd. Ich bin mir entfremdet.
Angst aber gehört zum Leben auf der Erde. Wir alle erLeben dieses Gefühl irgendwann in unserem Leben. Nämlich dann, wenn uns ein Phänomen, eine Begebenheit oder auch nur ein Gedanke zu bedrohen scheint. Wir spüren die Bedrohung durch das Außen als einen Teil der Entfremdung im Innen, weil wir die Antwort nicht kennen oder besser die Wahrheit nicht.

Ist die Angst möglicherweise nur eine Illusion?


Und nehmen wir nicht in der Wahrheit nur den Schatten der Dinge wahr, weil wir ausserstande sind das Licht wahr nehmen zu können und demnach nicht in der Lage sind, uns mit dem was wir eigentlich sind zu identifizieren? Wir hatten einfach keine Möglichkeit dazu.

So halten wir uns also in der vermeintlichen Mitte, indem wir uns an Dogmen binden. Anstatt den Versuch zu starten, den Weg über den schmalen Grad, den Weg der Mitte,  zu beschreiten, binden wir uns an Glaubenssätze, mit denen andere bereits gute Erfahrungen (für sich) gemacht haben.

Wir beobachten die anderen und übernehmen ihre Lehrsätze oder vielmehr, wir sind in Teilen sogar gezwungen die Lehrsätze anderer zu übernehmen, um in der Gesellschaft unbeschadet zu Recht zu kommen. Je nach Sozialisation übernehmen wir unterschiedliche Lehrsätze und Dogmen. Wir sind dabei jedoch nicht in der Lage die eigene Wahrheit zu finden oder als solche zu erkennen.

Und schon sind wir angehaftet und nehmen uns als getrennt von der Schöpfung wahr. Wir sind nicht mehr frei.

Es bleibt nicht aus, das wir uns auf diese Art von unserer eigenen Mitte entfernen, entfremden und verlaufen. Was bliebe uns anderes übrig?

Ich frage mich aber gerade, wozu all diese Aufregung?

 

Wiederaufnahme 01.10.11

Auszug aus dem Briefwechsel mit einem Freund:

Ok.

Mein erster Impuls war es DANKE zu sagen, für deine Worte. Aber das habe ich ja dann doch nicht getan. 

Vielleicht stimme ich mit dir in einigen Punkten überein, vielleicht fühle ich mich manipuliert. Gewiss bin ich das, manipuliert. Aber das sind wir alle. Wie sollten wir auch anders auf diesem Planeten überleben?

ETWAS manipuliert uns immer, gleichgültig aus welcher Richtung es zu kommen scheint. Wir nehmen es vielleicht wahr, wenn wir im Bewusstsein sind. Vielleicht ist es aber auch zu müßig, dies wahrzunehmen und es ist schlichtweg egal.

 

Nichts ist und doch ist alles. Das ist nichts was man errechnet oder herausfindet. Es ist etwas, das man spürt, wenn man es spüren kann. Auf der Erde sind wir beschränkt durch die Materie, den Körper. Er ist omnipotent im Hinblick auf unsere Wahrnehmung. Nun hat der Körper augenscheinlich zunächst mit unserer aktuellen Diskussion nichts zu tun, es geht um Wahrheit, oder Täuschung und um Wahrnehmung. Darin steckt ja auch wahr. Wir werden jedoch abgelenkt durch Emotionen, die nur unser Körper empfinden kann. Angst, zum Beispiel oder Schmerz oder Wärme oder durch Absichten, die unser Gehirn uns vermeintlich spüren lässt, in Form von Gedanken.

Nur ausgelöst durch elektrische Impulswellen. Willenlos oder doch willens gesteuert, aus der Erfahrung eben, innerhalb der Matrix, in der wir uns befinden, beginnend mit der Geburt auf dieser Erde.  Da wir programmiert sind auf diese Bewusstseinsebene und aus der Erfahrung nichts anderes kennen, ziehen wir Rückschlüsse.
Manche von uns können viele Phänomene nicht einmal wahrnehmen. Wer nimmt aber besondere Phänomene wahr, der Geist oder der Körper inklusive des Gehirns?
Der Körper ist von Geburt an darauf ausgerichtet, Empfindungen zu haben, die sich mit dem Gehirn rückkoppeln und so zu einer Schleife von Impuls und Gegenimpuls werden – immer fortlaufend.

 

Da fällt es uns unsagbar schwer uns vom Körper und dessen Empfindungen zu lösen. Selbst wenn wir durch Meditation darin geübt sind, sind wir doch noch Wesen innerhalb der Matrix, die nur kurzzeitig aus der Materie in den Geist aussteigen, aber wieder zurückkehren müssen in die Materie. Ein Aussteigen ist uns nicht möglich, eben nur durch den Tod. Und ob es danach noch die gleiche Bewusstseinsebene ist, in der sich unser Bewusstsein bewegt,  wissen wir nicht. Es ist nicht herauszufinden, im Zeitraum unseres Erdenlebens.

 

Doch all dies hat nun nichts mit dem wahren Reden oder falschen Reden bestimmter Personen im Internet zu tun. Es ist auch gleichgültig. Sie können uns mit ihren Bestrebungen und geäußerten Gedanken, mit ihren Taten, nur Impulse liefern, für neue Wege des Denkens innerhalb der Realität dieser Matrix.

 

Vielleicht täuschen sie uns, in Bezug auf unsere gelernten Erfahrungen. Vielleicht haben sie durch ein Erlebnis ihre vormaligen Absichten verändert. Doch können ihre Absichten weder vorher noch nachher weder gut noch schlecht oder böse sein. Denn es gibt weder vorher, noch nachher, weder gut noch böse.

Möglicherweise möchten sie aber ausschließlich Geld verdienen, den Antrieb innerhalb unseres Systems und dies wiederum innerhalb der empfundenen Realität. Dies herauszufinden ist müßig, unwichtig und irrelevant.

 

Allein die Entwicklung des Geistes innerhalb dieser Realität zählt.

 

Und wenn es meine Aufgabe in diesem Moment ist oder meine Wahrheit, die Wahrheit als trivial zu erkennen, dann ist dies womöglich mein Lehrstück gewesen zu diesem Zeitpunkt.

 

Nochmal kurz zurück. Es ist nicht relevant, ob wir uns einig sind oder nicht. Wir sind nur Aspekte ein und derselben Sache. Allein dadurch, dass wir in Aspekte aufgespalten wurden, durch die Geburt auf der Erde ist es wahrscheinlich gar nicht anders möglich, als das wir in unseren jeweils angelegten menschlichen Körpern unterschiedliches wahrnehmen und empfinden. Außerhalb der bewussten Matrix aber sind wir eins. Es gibt nichts Getrenntes. Doch nicht nur wir hier sind eins. Alles ist eins. Das klingt oberflächlich und wir können es alle nachsingen. Verstehen werden es vielleicht die wenigsten wirklich.

Jedoch es ist.

 

Wir sind auf einen Körper reduziert, mit all seinen in diesem Zeit-Raum Prinzip festgelegten Emotionen, die wir hier durch Erfahrung, Lernen /also Programmierung/ erworben haben. Man betrachte dabei aber Personen wie Stephen Hawking oder die Huberbuam. Zwei Aspekte eines Geistes. Einmal mit primärem Körper, einmal mit sekundärem Körper.

Ich leide beispielsweise seit einigen Tagen wieder an einer vermeintlichen Blaseninfektion. Bin mir aber gar nicht sicher. Ist es nun eine Infektion? Was bedeutet die erlebte Empfindung, verglichen mit bereits gemachten Erfahrungen? Wozu muss ich daran leiden? Täuschen mich evtl. die Empfindungen innerhalb des Körpers? Wozu benötige ich die Existenz dieser Empfindung, was sollen sie mir zeigen – welche Aufgabe wird mir gestellt?

 

Es gibt verschiedenen Möglichkeiten, es herauszufinden.

Der konditionierte Weg ist der Weg zu einem Arzt, ein Wesen außerhalb von mir. Es ist sein Beruf, die äußeren Merkmale festzustellen (durch eine Diagnose) und Wege außerhalb von meinem Geist Aspekt zu finden, die diese Empfindung auflösen.
Er stellt demnach vielleicht Bakterien im Urin fest und verschreibt mir daraufhin ein Antibiotikum und die Symptome werden vielleicht verschwinden. Ich gelte als geheilt. Was ein Irrglaube ist. Denn meine Aufgabe habe ich noch nicht gelöst. Die Empfindung hat der Arzt durch Diagnose und Behandlung (also er handelte innerhalb des Raumes) verschoben. Die Aufgabe aber ist noch da. Sie kann sich auf anderen Ebenen nun manifestieren. Auf anderen körperlichen Ebenen, aber es gibt noch zahlreiche Möglichkeiten darüber hinaus. Wir würden vielleicht auch sagen: Hürden. Hürden sind in diesem Falle Lehrstücke des Aspektes innerhalb des Raum-Zeit-Gefüges.

 

Oder ich vertraue auf Pflanzenkräfte und setze auf die Information höherentwickelter Wesen, innerhalb dieser Realität, nämlich der Pflanzen. Lasse den Geist der jeweiligen Pflanzen in meinem Körper wirken und werde sicherlich auch gesunden (sei es durch Homöopathie, durch Biochemie oder durch die direkte Anwendung von Tees und Pflanzenauszügen in Form von Phytotherapie). Die Information hat meinen Geist erreicht und ihn innerhalb dieser Realität an den Weg erinnert.

Hat aber nun der Geist der Pflanze meine Aufgabe für mich gelöst? Wahrscheinlich nicht.

 

Kann aber mein Geist diese Leistung auch von allein erbringen, nämlich indem mir die Auflösung für eine Hürde (ein Gedankengang) einleuchtet?

Kann ich dann auch selber sagen, ich benötige diese Erkrankung nicht mehr, sie möge von mir gehen? Und wird sie dann auch gehen?

 

Ich habe so etwas bei Storl gelesen, es selber vielleicht auch schon erlebt, aber gewiss nicht bewusst. Mit dem Willen lässt sich so etwas  nicht lösen. Nicht mit Intelligenz, selbst mit Weisheit nicht. Wissen kann uns also immer nur eine Krücke sein, um selber hinter den Vorhang schauen zu können. Manchmal hilft es vielleicht nicht zu wissen (jedenfalls im Sinne dessen, wie wir es auf der Erde verstehen).

 

Es gibt Phänomene, die kann man nicht wissen, nicht errechnen und auch nicht behandeln. Die Problematik geht vom ureigenen kleinen, unbedeutenden Körper aus und ist dem Prinzip nach auf die ganze Erde  ausdehnbar.

 

Glaube ich, vielleicht. Weiß ich aber nicht.

Vielleicht sehe ich dort hinten oberhalb des Waldes tatsächlich eine Aura, entstanden durch die Energie der Bäume. Vielleicht täuscht mich aber auch mein Auge. Möglicherweise ist nicht mal der Wald dort oder die Vögel darüber. Es sind nur Abbilder resultierend aus den Erfahrungen und demnach entstandenen Erwartungen innerhalb meiner Realität auf dieser Erde. Wir haben alle eine gemeinsame Realität, aber diese ist noch nicht die Einheit.

 

Es ist eigentlich gar nicht notwendig zu schreiben. Wozu auch?

Ich hatte die Idee, über Utopia nachzudenken.

Eine ideale Welt innerhalb unserer und vielleicht eine Geschichte daraus zu entwickeln. Aber wozu? Das haben andere bereits gemacht und es hat der Realität auch nicht weiter geholfen. Höchstens dem Schöpfer des Werkes und des Gedankenspiels.

 

Nichts ist zu tun. Aber das ist auch nicht richtig, denn unsere geistige Welt wird uns nicht bewusster durch Nichtstun und Abwarten. Oder doch?

 

Ist es notwendig Nahrung zu sich zu nehmen? Vielleicht ist es nicht notwendig, wenn wir verstehen, wie wir Energie aus dem Geiste außerhalb der Materie ziehen können, um in diesem Körper zu überleben.

Überleben ist schon wichtig, da wir innerhalb des Aspektes unseres hiesigen Daseins unsere Aufgabe erledigen möchten.

Der Schmerz ist nur eine weitere Aufgabe, egal, ob er im Körper spürbar wird oder auf emotionaler Ebene (im Gehirn), was ich nicht mit dem Geist gleichsetzen möchte.

 

 

Die Möglichkeit des Geistes lässt sich wunderbar über die Künste ausdrücken.

Bei uns in Form von Worten, also Gedanken (Produkte aus Erfahrung und Gehirn) die wiederum Materie wurden. Materie gewordener Geist, in Form von Geschichten.

Die Malerei gibt uns vielleicht bessere, abstraktere Möglichkeiten. Es ist sichtbarer Geist. Er hinterlässt Spüren, mittels der Farbe, doch ist es ihm möglich, anders als in der Literatur, sich von der prägenden Materie zu lösen.

 

Die Malerei ist in Teilen nicht mehr intellektuell begreifbar und somit wird sie für den Betrachter zu einer Empfindung. Genau wie auch in der Musik. Töne sind Schwingungen, die dem Geist außerhalb des Körpers noch am nächsten kommen, doch auch nur unter Zuhilfenahme eines Resonanzraumes.  Sie haftet der Materie weiterhin an.

 

Das Erleben während der Meditation kann womöglich noch am meisten bewirken bei der Klärung des Geistes. Aber sie ist nicht von Dauer, nicht festzuhalten. Vergänglich wie der Augenblick.

 

Vielleicht ist es gar nicht notwendig, den Geist zu materialisieren, außer zum Zwecke der Erfahrung. Fraglich ist, welche Erfahrungen außerhalb dieser Zeit-Raum-Realität noch zu machen sind? Doch ist die Erde schon ein wunderbarer Erfahrungsort.

 

In diesem Sinne empfinde ich dein Gedicht als sehr wunderbar.

s licht fällt rin

Herr Schäuble hat gesprochen. Auf dem European Banking Kongress 2011.

Höre und staune.
Sieh genau hin, sieh genau nach und höre gut zu.
Lies weiter und vielleicht ist bald Zeit zum aufwachen.

Hierzu
(das Geld, der Zins, die Macht und ihre Lüge haben bekanntlich ihre Schaltzentrale in der Wall Street/New York City.)
eine Auswahl von Wörtern aus „längst“ vergangenen Jahren….

Auf

den Rücken
fallen Worte
und schießen
gleißendes
Mondlicht
bauchwärts

ab
und zu

hinter
dichten
Schleiern

raunt
weinen
durch die
Neo[n] Nacht.

Gehen wir
zur Tages
Unordnung über.

Zurück.

EinStein

Graur
pflastr
stein

s feur
spuckt r

s licht
fällt nicht
rin

vom
himmel
duftets
feur
wolken

stürzn auf
die Nacht
wird tag

kindr
andrswo schrein
in zugeschleirte
frauenaugen.

Haltet den Atem an
ihr werdet die Luft noch
brauchen.

Septembernacht

Abende
liegen herum um
meine Honigfeder
und
schreien
nach einer besseren Welt

in der Maiglöckchen
im Ahorn schaukeln
und Veilchen mit
Äpfeln um die Wette
wachsen.

Was war als New York
in Asche lag?

Wie nannten sie die
Blume am Portal?

Bei Nacht besehen

Ich habe New York
bei Nacht gesehen

gerade eben.

In lichterblauer [Götter]Dämmerung.

Ich träumte mich
in den Central Park

und sah
gelbe Blätter fallen.

Die Himmel leuchten
blau
über New York.

Ich habe New York
bei Nacht gesehen.

Der Time Square
war eben
bunt wie eh und je.

Doch menschenleer
bei Nacht besehen.

Hinter
Nebelfensterscheiben
sah ich
regentränentropfende
Wolkenkratzerschatten
vorbeiziehen.

Ich habe New York
gesehen
soeben.

Auf dem Screen.
Nach einem Mausklick
schwand es dahin.

Ich bin wieder offline.

Machandel

Samhain

Rauchschwaden über dem Land
von Lorbeer und Lavendel
wegweisen uns die Samenzeit.

Die Tore stehen offen und
ein Schleier von Wacholderbeifuß
äthert vor dem Lichtraum

in dem die Tafel gedeckt ist
in dem der Wein überschäumt
in dem die Honigkristalle tanzen
in dem der Name der Rose klingt

in stillen Gründen
künden Trommeln
vom Gesternmorgen.

Vorsichten

viertönende
vorausgelaufene
Tagnächte
in filzpantoffelnen Nacktfüssen
lichtwa [r] ten

die Zeit
blendet uns schon zu lang.

Guten Morgen in der neuen Zeit

Ein Gedicht von Tomas Tranströmer (aus „sämtliche Gedichte“)

Der halbfertige Himmel

Die Mutlosigkeit unterbricht ihren Lauf.
Die Angst unterbricht ihren Lauf.
Der Geier unterbricht seinen Flug.

Das eifrige Licht fließt hervor,
sogar die Gespenster nehmen einen Schluck.

Und unsre Malereien kommen zutage,
die roten Tiere unsrer Eiszeitateliers.

Alles beginnt sich umzublicken.
Wir gehn in der Sonne zu Hunderten.

Jeder Mensch eine halboffne Tür,
die in ein Zimmer für alle führt.

Der unendliche Boden unter uns.

Das Wasser leuchtet zwischen den Bäumen.

Der Binnensee ist ein Fenster zur Erde.

Diese wunderbaren Worte von Tranströmer
für einen wunderbaren Tag.
Namasté

Im Dunkel der Tage


 
Im Fenster spiegelten sich duzende Kerzen.
Warmes gelbes Licht brach sich in einem Stern und trug einen Geist durch die verschneiten Scheiben. Fort durch den kalten Wald. Engel flogen durch die Luft und im Bett schlief ein Kind. Ein Weihnachtsengel brachte, Weihrauch, Myrrhe und wilde Rosen.
Im Wald stand unsicher ein Reh und starrte den Engel an.
Er lächelte sich fort in die schneiende Nacht. Ein Wolf heulte nach seinem Rudel. Die Tage wurden müde. Das Licht flog mit dem Geist zu dem Engel. Der saß lächelnd auf einer roten Couch und weinte. Sein Lächeln starb nie. Vielleicht saß er auch manchmal an flackernden Feuern und hielt einen toten Fisch ins Licht, neben einem Fluss. Der Fluss hatte ihm den Fisch geschenkt, als Dank für das Delphinlachen. Der Engel lächelte in das Feuer. Er stieg auf sein Fahrrad und fuhr auf endlosen Wegen in den Regen. Durch Wälder und an Felsen vorbei. Er lächelte für die Felsen und für das Meer und für seine Freunde die Elfen, die ihm auf seinem Weg zuwinkten. Sie tanzten für ihn bis die Musik verstummte.
Eine kleine Träne blieb zurück und setzte sich an das Feuer. Eine kleine Träne und viele Lacher, die sich Kleider aus rotem Organza angezogen hatten und in Rosengärten tanzten.
Der Engel sah den Schnee fallen und wie die roten Rosen auf dem Schnee lagen, sanft und ruhig.

In einer großen Kirche brannten Kerzen für Maria und auch sie lächelte und der Raum erhellte sich von so vielen Kerzen und von soviel Musik. Ein Schmetterling flog durchs Portal und setzte sich auf das linke Ohr des Wolfes. Er flüsterte ihm zu, was der Mond ihm erzählt hatte und lachend lief der Wolf davon. Er lief durch den Wald über das Feld, bis es dunkel war und er den Mond sah und die roten Sterne die auf dem Feld lagen. Dort tanzte er bis die Sonne aufging und sich in schmalen Streifen auf den Wald legte. Das Licht flog weiter durch den Schnee bis ins nächste Jahr, leise klopfte es an die Tür und der Engel öffnete und servierte Tee und Ingwer.

Dann wurde es still.

Das Licht kehrte zurück zu dem Stern und ein leiser Seufzer entwich dem stillen Atem des Geistes. Die Kerzen spiegelten sich im schneebedeckten Fenster und leuchteten wie strahlende Frauenaugen.

Es weinte die Träne des Lebens und ließ sich los
und sie fiel.